Erhöhtes Schlaganfallrisiko für Diabetiker

10.05.2011

Durchblutungsstörungen mit gesunder Ernährung frühzeitig vorbeugen

Am 10. Mai erinnert der diesjährige Tag gegen den Schlaganfall daran, dass jährlich über 250.000 Menschen in Deutschland betroffen sind. Rund ein Drittel verstirbt an den Folgen der Krankheit. Besonders gefährdet sind Typ-2-Diabetiker.

Menschen, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, haben ein zwei- bis vierfach höheres Schlaganfallrisiko als Gesunde. „Angestiegene Zuckerwerte im Blut greifen die Gefäßwände an und führen auch bei jungen Menschen zu einer beschleunigten Arterienverkalkung“, erklärt Dr. Kirsten Böhmer, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Diabetologie an der Internistischen Fachklinik Dr. Steger. Die Folge: Die Gefäße verengen sich und das Gehirn wird plötzlich nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Es kommt zu schwerwiegenden Funktionsstörungen. Bei Diabetikern sinkt die Lebenserwartung nach einem Hirnschlag stärker als bei anderen Patienten. Dr. Böhmer rät Betroffenen daher von Beginn an bewusst vorzubeugen: „Eine gesunde, kohlenhydrat- und fettarme Ernährung sowie ausreichend Bewegung unterstützen neben der Medikamenteneinnahme die Gesunderhaltung der Gefäße und können das Gefahrenpotenzial verringern.“