Leistungsspektrum

Im Folgenden finden Sie in alphabetischer Reihenfolge einen Überblick über unser Leistungsspektrum:

  • 24h-EKG, 24h-Blutdruckmessung
  • Beinarteriendruckmessung (ABI-Index)
  • Belastungs-EKG

Check-Up Untersuchungen

Viele Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Stoffwechselstörungen können über Jahre ohne Symptome verlaufen. Ein rechtzeitiges Erkennen der Risiken sowie die Behandlung der Symptome können mögliche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall  verhindern oder hinauszögern. Regelmäßige Check-up-Untersuchungen sind daher besonders wichtig.

Diese laufen folgendermaßen ab:

  1. Ausführliches Gespräch mit dem Patienten
  2. Komplette körperliche Untersuchung
  3. Großes Blutbild (inkl. Test auf okkultes Blut im Stuhl und Urintest)
  4. Farbultraschalluntersuchungen der Gefäße (Halsschlagader, Hauptschlagader und bei Bedarf der Beinarterien und Venen)
  5. Farbultraschalluntersuchung des Herzens und der Organe des Bauchraums (Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Prostata und Harnblase)
  6. Ruhe- und Belastungs-EKG
  7. Lungenfunktionsuntersuchung
  8. Abschlussgespräch und intensive Erörterung der erhobenen Befunde, ggf. Planung des weiteren Vorgehens

  • Coloskopie inklusive Polypektomie
  • Dialyse (ambulant und stationär):
  • Echokardiographie
  • Elektrophysiologische Untersuchungen und Ablationen bei verschiedenen     
  • Herzrhythmusstörungen in Kooperation mit der Kardio-Klinik
  • Farbdopplersonographie
  • Gastroskopie

Herzkatheteruntersuchungen ambulant und stationär

Mit der Herzkatheteruntersuchung kann man sowohl das rechte als auch das linke Herz untersuchen, um krankhafte Veränderungen der Herzkranzgefäße, der herznahen Gefäße und des Herzmuskels festzustellen. Für die Darstellung der Herzkranzgefäße ist die Herzkatheteruntersuchung auch heute noch der Goldstandard.

Durch Einbringen von sehr dünnen und flexiblen Herzkathetern und Kontrastmittel bei gleichzeitiger Durchleuchtung werden Herzkranzgefäße und Herzfunktion beurteilt. Eventuell notwendige Eingriffe wie z. B. Aufdehnung des Gefäßes (PTCA) oder Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent) können während der Untersuchung durchgeführt werden.

Die Untersuchung gilt ebenso für die Abklärung von Herzklappenfehlern, Herzmuskelerkrankungen und Herzrhythmusstörungen. Sie ist heute mit modernster Technik standardisiert und wird in lokaler Betäubung ambulant durchgeführt. Die Dauer beträgt in der Regel ca. 20-30 Minuten. Falls ein Eingriff erfolgt, ist eine 24-stündige Überwachung erforderlich.
  • Herzschrittmacher- und AICD-Implantationen in Kooperation mit der Kardio-Klinik
  • Invasive Diagnostik (Nieren-, Leber- und Schilddrüsenpunktion)
  • Kardioversionen (elektrisch und medikamentös)
  • Nachsorge nach Nierentransplantationen
  • Nicht-invasive Herzdiagnostik:

Cardio CT

Mit der Mehrzeilen-Computertomographie kann bei ausgewählten Patienten eine sichere Darstellung der Herzkranzgefäße erfolgen. Dadurch können unnötige invasive Herzkatheteruntersuchungen vermieden werden.
   
Cave: Keine Screeninguntersuchung

Indikation:
  • Ausschluss oder Nachweis KHK bei Patienten mit Beschwerden ohne Risikofaktoren und bei Patienten ohne Beschwerden mit hohem Risikoprofil ohne Ischämienachweis
  • Akuter Thoraxschmerz ohne EKG-Veränderungen
  • Instabile Angina pectoris ohne Trop T Erhöhung
  • Patienten die eine invasive Koronarangiografie ablehnen
  • Geringe bis mittlere Vortestwahrscheinlichkeit für eine KHK

Keine Indikation:
  • Eindeutiger Ischämienachweis
  • Hohe Vortestwahrscheinlichkeit für eine KHK
  • Typische Angina pectoris Beschwerden
  • STEMI
  • NSTEMI

Vorteile:
  • Geringes Risiko für den Patienten
  • Schnelle Durchführung

Nachteile:
  • Strahlenbelastung noch relativ hoch 1-10 mSV
  • Keine Intervention möglich, daher zusätzliche Strahlenbelastung durch Herzkatheter 
  • Bisher keine Kassenleistung 
  • Artefakte
  • Falsche Einschätzung des Stenosegrades
  • Bypassinsertionsstenosen schlecht darstellbar

  • Agatston-Score

Cardio MR (in Kooperation mit Radiologen)

Die cardiale Magnetresonanztomographie (MRT) hat einen gesicherten Stellenwert für die Diagnostik von Herzerkrankungen. Die individuelle Auswahl der Patienten und die Fragestellung sind entscheidend für die erfolgreiche Interpretation der Untersuchungsergebnisse.

Indikation:
  • Ischämienachweis bei V.a. KHK ( falls Ergometrie oder Stressecho nicht möglich)
  • Vitalitätsdiagnostik vor geplanter Revaskularisation
  • Unklare Kardiomyopathien (DCM, ARVCM, HOCM, HNCMP, Speicherkardiomyopathien, infiltrative Kardiomyopathien, entzündliche CMP)
  • Quantifizierung von Herzklappenvitien
  • Shunt Diagnostik
  • Myokardfunktion
  • Diagnostik bei Erwachsenen mit angeborenen und operierten Herzfehlern
  • Komplexe Fragestellungen

Keine Indikation:
  • Patienten mit hoher Vortestwahrscheinlichkeit für KHK
  • Gute echokardiografische Schallbedingungen
  • Klarer Ischämienachweis
  • Keine Screeningmethode

Vorteile:
  • Keine Strahlenbelastung
  • Sehr gute morphologische und funktionelle Darstellung des Herzens und derGefäße
  • Geringes prozedurales Risiko
  • Hohe prognostische Aussagekraft (99 %) Überlebenswahrscheinlichkeit für die nächsten 3 Jahre bei unauffälligem Befund

Nachteile:
  • Hohe Kosten im Vergleich zu den Standardmethoden
  • Keine Kassenleistung
  • Relativ lange Untersuchungsdauer (45-60 Minuten)
  • Für Patienten mit Platzangst nicht möglich
  • Patienten mit Metallimplantation (Herzschrittmacher, Knochenplatten, cerebrale Metallclip) in der Regel nicht untersuchbar

Die cardiale MRT ist eine standardisierte Untersuchungsmethode, die das diagnostische Repertoire des Kardiologen sinnvoll ergänzt und somit komplexe und individuelle Fragestellungen klären kann.

OP-Vorbereitung

Ziel der OP-Vorbereitung ist es, das Risiko für den Patienten während der Operation und der Narkose so gering wie möglich zu halten. Der Arzt bespricht mit dem Patienten den Eingriff und das Narkoseverfahren.
Zuerst erfolgen eine komplette körperliche Untersuchung und die Erhebung der Krankengeschichte.

Eventuell sind noch weitere Untersuchungen, wie Röntgen der Lunge, Ultraschalluntersuchungen, Belastungs-EKG und Lungenfunktion nötig, um eine bisher nicht bekannte Erkrankung festzustellen. Schließlich kann das OP-Risiko präzise abgeschätzt, und ggf. eine präoperative Therapie eingeleitet werden.
  • PEG-Sonden

Periphere Angiographien und perkutane transluminale Dilatationen und Stentimplantationen vor allem bei Schaufensterkrankheit

Die peripher-arterielle Verschlusskrankheit ist eine Zivilisationskrankheit die durch folgende Risikofaktoren entsteht:

  • Nikotinkonsum
  • Familiäre Belastung
  • Arterielle Hypertonie
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht

Klinisch leiden die Patienten unter der “Schaufensterkrankheit” d.h. die Gehstrecke ist durch Schmerzen in der Hüfte, den Oberschenkeln oder den Waden eingeschränkt.

Ursache ist meist einen schwere Arteriosklerose mit Engstellen in den Gefäßen. Daher müssen die Patienten immer wieder eine Pause einlegen, da die Durchblutung der Extremitäten während der Belastung nicht ausreicht.

Durch die Messung des Knöchel-Arm-Index (ABI) kann der Arzt bereits eine verminderte Durchblutung feststellen. Mittels Farbultraschall ist meist eine Lokalisation der Engstelle möglich, welche dann im Rahmen eine peripheren Angiografie mit Dilatation und/oder Stentimplantation behandelt werden kann. Der Erfolg stellt sich fast immer sofort ein. Die Patienten können dann wieder schmerzfrei Gehen. Wichtig sind aber die konsequente Kontrolle der Risikofaktoren und die Einnahme von Blutverdünnungsmitteln.

  • Röntgenuntersuchungen
  • Sonographie: Oberbauch, Schilddrüse, Nierenarterien, Mesenterialarterien, Carotisstrombahn, periphere Venen und Arterien

Stressechokardiographie

Die Stressechokardiographie dient zur Diagnostik und Prognoseabschätzung bei Verdacht auf Herzkranzgefäßverkalkung und drohendem Herzinfarkt (koronare Herzerkrankung). Sie ist sehr viel genauer und kann leichter die Erkrankung der Herzkranzgefäße und des Herzmuskels entdecken als das übliche Belastungs-EKG. Es gibt zwei verschiedene Methoden die Untersuchung durchzuführen:

1. Dobutamin-Stressechokardiographie:
Hierbei wird dem Patienten über die Vene ein Medikament (Dobutamin) zugeführt, das den Herzschlag beschleunigt und den Blutdruck steigert. Während dieser Belastung werden der Herzmuskel und seine Durchblutung vom Arzt mittels Ultraschall genau beobachtet und beurteilt.

2. Dynamische Belastung mittels Liegendfahrrad-Ergometer:
Dabei liegt der Patient bequem auf einer Liege, die am Fußende zwei Pedale zum Treten hat. Hier muss der Patient selbst die Belastung durch Fahrradfahren herbeiführen. Gleichzeitig beobachtet der Arzt mittels Ultraschall das Herz.

Die Stressechokardiographie hat eine sehr hohe Aussagekraft und kann, wenn sie gut ausfällt, oft eine Herzkatheteruntersuchung vermeiden. Zudem erlaubt ein unauffälliges Ergebnis eine gute Prognose für die nächsten drei bis fünf Jahre. Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden und dauert ca. 30-45 Minuten. Abschließend wird das Ergebnis mit dem Patienten erörtert und das weitere Vorgehen festgelegt.

Transösophageale Echokardiographie

Bei dieser Untersuchung schluckt der Patient (ähnlich wie bei der Magenspiegelung) einen Schlauch, an dessen Spitze ein Ultraschallkopf ist. Dieser wird in der Speiseröhre in Herznähe platziert, um das Herz zu betrachten. Verabreichte Beruhigungsmittel lassen den Patienten während der etwa 15-minütigen Untersuchung schlafen.

Die transösophageale Echokardiographie dient zur genaueren Darstellung der Herzbinnenstrukturen. Sie wird insbesondere durchgeführt bei Verdacht auf operationspflichtige Herzklappenerkrankungen, Herzmuskel- bzw. Herzklappenentzündungen und zur Suche von Blutgerinnseln nach durchgemachten Embolien (z. B. ins Gehirn oder in andere Gefäße des Körpers).

Die Untersuchung kann auch Erkrankungen der herznahen Gefäße und Tumore im Herzen darstellen. Die transösophageale Echokardiographie wird ambulant durchgeführt. Der Patient wird nach ca. 60 Minuten nach Hause entlassen.

Untersuchung auf Schlaf-Apnoe-Syndrom

Aufgrund der Häufigkeit der Erkrankung gewinnt das obstruktive Schlaf-Apnoe-Syndrom (bei ca. 2 % der Frauen und 4 % der Männer) immer mehr an Bedeutung. Die höchste Prävalenz findet man zwischen 35 und 60 Jahren. Die schlafbezogene Atmungsstörung gilt heute als unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung und das Fortschreiten kardiovaskulärer Erkrankungen sowie für den Tod.

Es gibt unterschiedliche Formen der Schlaf-Apnoe: Man unterscheidet zwischen a) dem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom, bei dem es durch Kollaps der oberen Atemwege zum Stillstand der Atmung kommt und somit zur Entsättigung des Blutes während des Schlafes und b) dem zentralen Schlaf-Apnoe-Syndrom bzw. die Cheyne Stoke’sche Atmung, deren Grundlage eine Instabilität der Atemregulation ist.

Bei folgenden Symptomen sollte an die Möglichkeit eines Schlaf-Apnoe-Syndroms gedacht werden:

  1. Unerholsamer Schlaf mit morgendlicher Müdigkeit
  2. Ausgeprägtes Schnarchen verbunden mit Übergewicht (Body-Mass-Index über 30)
  3. Kragenweite über 44
  4. Schwer einstellbare arterielle Hypertonie (mehr als zwei bis drei Medikamente und Anstieg des Blutdrucks während der Nacht)
  5. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern), Diabetes mellitus und metabolisches Syndrom, Leistungsmangel und mangelnde Belastbarkeit
  6. Sekundenschlaf und Einschlafneigung bei monotonen Tätigkeiten (z. B. Autofahren oder Fernsehen)
  7. Morgendliche Kopfschmerzen
  8. Nächtliches Schwitzen
  9. Atempausen in der Nacht (beobachtet durch Ehepartner oder Lebensgefährte)
Sollten eines oder mehrere der oben genannten Merkmale bei Ihnen zutreffen, so sprechen Sie Ihren Arzt auf eine mögliche schlafbedingte Atmungsstörung an.

Mit einer Voruntersuchung (kardiorespiratorische Polygraphie) kann einfach festgestellt werden, ob eine weitere Untersuchung im Schlaflabor erforderlich ist. Der Patient erhält hierfür ein Gerät, welches in der Lage ist, die Sauerstoffsättigung im Blut und die Herzfrequenz zu messen. Zudem werden die Körperlage und der Atemfluss registriert. Außerdem werden Informationen über die Bewegungen des Brustkorbes und des Bauches aufgezeichnet. Sollte diese Untersuchung krankhaft ausfallen, folgt die Untersuchung im Schlaflabor.

Alle weiteren Maßnahmen ergeben sich nach dem Ergebnis der Schlaflaboruntersuchung. Grundlagen der Behandlung der schlafbedingten Atmungsstörung sind ggf. Gewichtsreduktion, Lagetraining, Protrusionsschienen, Vermeidung von Alkoholgenuss und Vermeidung zentralwirksamer Substanzen. Der Goldstandard zur Behandlung des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms ist die C-PAP-Therapie, mit der das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung erwiesenermaßen gesenkt werden konnte.

Vitaphone (Eventrecorder)

Bei Schwindel oder Ohnmachtsanfällen kann es zu Sturzverletzungen kommen, weshalb eine definitive Abklärung notwendig ist. Mit den üblichen Untersuchungsmethoden wird jedoch in weniger als 50 % der Fälle die Ursache gefunden. Das Aufzeichnungsgerät (Vitaphone) wurde zu diesem Zweck entwickelt. Es hat die Form einer Scheckkarte, wird ständig um den Hals getragen und kann bei Auftreten von Symptomen aktiviert werden.

In der Regel empfiehlt es sich, das Gerät für 8-14 Tage zu tragen. Der behandelnde Arzt wertet dann die Daten mittels Computer aus und bespricht mögliche Therapien. Diese Untersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Wir bieten sie als sogenannte individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) für 15 Euro pro Woche an.


Beratungsangebot

Für Einzelpersonen und Gruppen:

  • Diabetesberatung und -schulung
  • Ernährungsberatung
  • Fußsprechstunde
  • Hypertonieschulung
  • Sozialberatung

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Internistische Fachklinik Dr. Steger
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